Der Benutzer will seinen Computer benutzen. Er will sich nicht mit technischen Details herumschlagen müssen oder ständig auf der Hut sein. Er will, dass der Computer funkioniert. Dazu gehört auch, dass er sicher ist. Reinwärts, damit nicht ein Schädling die Funktionalität behindert und rauswärts, damit der Hersteller der Software nicht herausfinden kann, dass man eine Raubkopie einsetzt. Unserer Erfahrung nach, geht es den wenigsten um den Schutz ihrer Daten.

Hersteller von Personal Firewalls bieten diesem Benutzer eine Lösung an. Sie versprechen, dass ihre Produkte dem Benutzer genau das ermöglichen, was er möchte. Er muss sich nicht um die Sicherheit seinen Systems kümmern. Er kann seinen Computer einfach benutzen. Dazu werden Verbindungen aus dem Internet und Verbinungen ins Internet geblockt.

Hinzu kommen listenweise weitere Features, deren einziger Sinn ist, Alleinstellungsmerkmale zu sein. Sie halten jedoch keiner ernsthaften Analyse stand. So zum Beispiel der sogenannte Stealth Mode, der angeblich den Computer unsichtbar macht, in dem ICMP Nachrichten geblockt werden. Diese Nachrichten dienen u.a. dazu, die Konnektivität zwischen zwei Computern zu testen. Dieser sogenannte Ping wird also nicht beantwortet, sonder stillschweigend geschluckt. Nur ist der Rechner dadurch nicht getarnt. Im Gegenteil weiß man, dass der Rechner mit der angegebenen Adresse existiert, weil sonst der Router davor mit einer ICMP Nachricht geantwortet hätte, dass es den gewollten Rechner nicht gibt.


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