Die Initiative „Deutschland sicher im Netz“ ist ein Zusammenschluss von Firmen wie Microsoft, SAP, dem Deutschen Sparkassenverlag, der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, T-Online und anderen. Unterstützt wird die Kampagne vom BSI.

Sie will Deutschland sicherer machen. Für Privatleute haben die Mitglieder eine Checkliste online gestellt. Diese soll hier besprochen werden.

Seien Sie grundsätzlich vorsichtig und misstrauisch! Löschen Sie verdächtige Mails, benutzen Sie sichere Passwörter und behandeln Sie alle persönlichen Angaben geheim und vertraulich.“

Diese Forderungen sind sehr vernünftig. Die größte Gefahr für den Computer und die Daten darauf ist stets der Benutzer, der davor sitzt. Gegen Dummheit schützt keine Software.

Halten Sie Ihren PC auf dem neuesten Stand! Nur aktuelle Produktversionen schützen optimal vor Gefahren aus dem Internet. Aktualisieren Sie daher das Betriebssystem, den Internet-Browser und alle Anwendungen regelmäßig anhand der Tipps der jeweiligen Hersteller.“

Das ist soweit auch richtig, aber gerade bei der Software von Microsoft, einer der Mitinitiatoren, hat etwa der Umstieg von Windows 98/Me auf die neuere Version Windows XP neue Schwachstellen ergeben. Stichworte: LAND, Sasser. Generell: Installieren Sie nur Software, von der Sie den Quellcode kennen, oder bei der Sie dem Hersteller vorbehaltlos vertrauen können.

Schützen Sie sich mit einer Firewall! Eine Firewall schützt Ihren PC vor Angriffen aus dem Internet und begrenzt die Datenübertragung auf die von Ihnen benötigten Anwendungen. Für private Computer gibt es im Computerfachhandel preiswerte "Personal Firewalls", die Ihren Rechner absichern.“

Dass Personal Firewalls die Sicherheit nicht erhöhen, sondern ggf. abschwächen, zeigt der CCC Ulm auf dieser Website. Eine Alternative, nämlich „Windows-Dienste abschalten“, sei auch benannt.

Verwenden Sie ein Virenschutz-Programm! Die steigende Zahl der Computerviren macht es unbedingt erforderlich, dass Sie ein Antiviren-Programm einsetzen. Viren können sich sonst ungehindert verbreiten. Der Virenschutz funktioniert nur zuverlässig, wenn Sie die Antiviren-Anwendung regelmäßig aktualisieren.“

Ein Virenprogramm schützt nur vor den Viren, die es kennt und die es bekämpfen kann. Nicht alle Viren sind bekannt. Wenn man nur Daten aus vertrauenswürdigen Quellen annimmt, ist man sicher vor Viren. Ohne Virenscanner.

Nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen in Ihrem Browser! Aktivieren Sie eine hohe Sicherheitsstufe und deaktivieren Sie so genannte "Aktive Inhalte" wie Java-Applets und ActiveX-Controls in Ihrem Browser. Bei Bedarf können Sie Ausnahmen für Internet-Seiten einrichten, denen Sie vertrauen.“

Das ist wieder richtig, aber was viel wichtiger ist: Keinen Internet Explorer verwenden. Er hat viele Sicherheitslücken und Patches werden äußerst langsam veröffentlicht. Zudem ist die Technologie veraltet, da er lange nicht weiterentwickelt wurde. Neue Browser wie Firefox oder SeaMonkey bieten ein Plus an Sicherheit und Komfort sowie eine bessere Unterstützung von Standards. Dabei sind sie gleich schnell wie oder schneller als der Internet Explorer.

Was dieser schnellen Checkliste fehlt, ist zudem der Hinweis, nicht als Administrator am eigenen Rechner zu arbeiten.


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