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Gefahren der Softwarepatente

Auf Drängen der USA hin arbeitet die Europäische Union zur Zeit an der Einführung einer neuen Patentform, die so bisher nicht rechtmäßig war: Patente auf Software und Logik. Während vor allem Großkonzerne Softwarepatente befürworten, sehen viele kleine und mittelständische Softwareunternehmen und Open Source Entwickler darin eine Bedrohung ihrer Existenz.

Richard Stallman erläutert in seinem Vortrag, wie Softwarepatente die Softwareentwicklung behindern, da dann jede Programmzeile das Risiko birgt, dass man von einem Patentinhaber verklagt wird. Bisher betrafen Patente vor allem große Firmen, jetzt ist direkt oder indirekt jeder Computernutzer betroffen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen sogar, dass Softwarepatente den Fortschritt hemmen.

Zur Person: Richard Stallman ist der Gründer des GNU Projekts, welches 1984 mit dem Ziel gestartet wurde, das freie GNU Betriebssystem zu entwickeln. Er ist der Hauptautor der GNU Compiler Collection (gcc), des GNU debuggers (gdb), des GNU Emacs Editors und einer Vielzahl weiterer Programme. Stallman schloss 1974 sein Physikstudium in Harvard ab und arbeitete dann als Programmierer am MIT Artificial Intelligence Lab, wo er die Entwicklung von Betriebssystemen direkt in der Praxis erlernte. 1984 verließ er das MIT, um das GNU Projekt ins Leben zu rufen. Heute gilt Stallman als einer der Pioniere und Führer der Free Software Szene. Er ist Präsident der Free Software Foundation (FSF).

Termin

4.11.2004

Referent

Richard Stallman

Archiv

Plakat

stallman-plakat-de.pdf

weitere Aufzeichnungen

Xvid Video, 150kbps

http://archiv.ulm.ccc.de/chaosseminar/200411-rms/cs-200411-rms_video.avi

Fragerunde

http://archiv.ulm.ccc.de/chaosseminar/200411-rms/cs-200411-rms-questions_video.avi